* Affiliate-Link: Kaufst du über diesen Link,erhalten wir eine kleine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.
Die neunzehnjährige Feyre würde alles dafür tun, um ihre Familie davor zu bewahren zu verhungern. Als ihr in den Wäldern ein Wolf begegnet, dessen Pelz Wärme und dringend benötigtes Geld verspricht, zögert sie nicht ihn zu töten.
Doch die Kreatur war kein gewöhnlicher Wolf. Schon bald, wird Feyre von einem furchteinflößenden Biest heimgesucht, welches sie von ihrem Zuhause entreißt und sie in das Reich der Fae bringt, um sie für ihr Verbrechen zu bestrafen.
Gezwungen, die menschliche Welt hinter sich zu lassen, findet sich Feyre in einem magischen Reich, vor dem sie seit ihrer Kindheit gewarnt wurde – ein Ort voller Schönheit, Gefahr und Kreaturen, die sie zu fürchten gelernt hat.
Ihr Entführer ist jedoch nicht das Monster, das sie erwartet hat, sondern ein mächtiger und wunderschöner High Lord namens Tamlin. Und während sich Feyre langsam an das Leben im Reich der Fae gewöhnt, beginnen die Grenzen zwischen Hass und Verlangen zu verschwimmen.
Doch ein dunkler Fluch hängt über dem Land und droht nicht nur Tamlin, sondern ganz Prythian zu zerstören. Und Feyre ist vielleicht die einzige Person, die ihn brechen kann – wenn sie bereit ist ihr Herz zu verlieren.
Professionelle Büchersammlerin und Teilzeit verantwortungsvolle Erwachsene
Okay, meine lieben Bookdragons, hierauf habe ich mich schon lange gefreut. Das hier ist eine meiner absoluten Lieblingsbuchreihen. Ich habe sie mehrfach gelesen und die Graphic Audio Hörbücher inzwischen vermutlich etwas zu oft gehört (große Empfehlung meinerseits, wenn ihr kein Problem damit habt, auch auf Englisch zu hören).
Vorweg sollte ich jedoch eine Sache sehr deutlich machen: Ich werde hier sehr wahrscheinlich nicht ganz so unparteiisch sein, wie ich es vielleicht sein sollte.
Wenn ihr also neu bei der Reihe seid: Als allererstes – Willkommen zu eurer neuen Sucht. Und zweitens: Vielleicht kommt ihr lieber nochmal wieder, wenn ihr den zweiten Teil gelesen habt. Sonst könnte es gegebenenfalls passieren, dass ich euch manche Charaktere kaputt mache.
Lasst es mich so formulieren: Manche Meinungen, die ich beim ersten Lesen hatte, haben sich im Laufe der Serie drastisch verändert. Die Eingeweihten wissen Bescheid.
Zudem noch ein freundlicher Hinweis, bevor ihr die Review an dieser Stelle verlasst: Wenn ihr darüber nachdenkt euch den Namen eines Charakters tätowieren zu lassen… ich würd vielleicht noch ein bisschen warten.
Ihr seid also gewarnt. Wenn ihr trotzdem noch hier seid, geht das auf eure Kappe.
Also, schnallt euch an und let’s fucking go.
Wir treffen Feyre auf ihrer Jagd in den Wäldern. Sie trägt alleine die Last auf ihren Schultern, dafür zu sorgen, dass ihre Familie nicht verhungert. Und wenn man dabei bedenkt, dass besagte Familie wirklich Null dazu beiträgt, sich – und Feyre – das Leben leichter zu machen, spiele ich an dieser Stelle einfach mal Hobbypsychologin: Feyre ist eindeutig ein hardcore People-Pleaser gesteuert von Anxiety. Anders kann ich mir ihre ungesunde Beziehung zu Verantwortung wirklich nicht erklären.
Aber hey – ich verurteile das nicht. Da ich selbst auch ein People-Pleaser gesteuert von Anxiety bin, würde ich mich an ihrer Stelle wahrscheinlich nicht anders verhalten. Nur mit dem Unterschied, dass ich deutlich weniger effizient und wahrscheinlich schon längst tot wäre. Oder zumindest hoffnungslos erfolglos. Wenn ich bedenke, dass ich im Angesicht von Gefahr eher anfange zu weinen als zu kämpfen… Also ja, ich fühl es doch, Feyre.
Wie dem auch sei. Feyre ist zum Glück eine gute Jägerin. Selbst als ein unnatürlich großer Wolf vor ihr steht, behält sie die Fassung und schafft es sogar ihn mit einem Schuss zu töten. Props an sie. Aber da Feyre nicht gleichzeitig einen auffällig großen Wolf und ein Reh tragen kann, beschließt sie ersteren zu häuten und letzteres mit nach Hause zu nehmen.
Zurück zu Hause lernen wir auch ihre Familie kennen. Und ganz ehrlich – sie ist scheiße. Besonders Nesta. So, ich habs gesagt. Steinigt mich, wenn ihr wollt. Aber kommt schon. Feyre ist ihre jüngste Schwester. Sie riskiert täglich ihr Leben, um ihr Essen zu besorgen. Und was macht Nesta, um sich zu bedanken? Sie mobbt sie. Wirklich nobel.
Und wenn wir schon dabei sind, Papa Archeron: Lass dir ein Rückgrat wachsen. Und Elain: Nestas persönlicher Papagei zu sein, ist auch sehr uncool. Auch wenn man fairerweise sagen muss, dass Elain die einzige Person ist, die zumindest halbwegs nett ist und Feyres Opferbereitschaft erkennt.
Und wenn ich mich eh gerade verliere, können wir an dieser Stelle auch noch einen Fan-Favorite anbringen. Wenn Elain es so sehr liebt zu gärtnern, wieso hat sie niemals Obst oder Gemüse angebaut? Löse uns doch dieses Rätsel, Sarah J. Maas. Eine Schande, dass das nicht im „Call Her Daddy“-Interview gefragt wurde.
Am nächsten Tag verkauft Feyre den Wolfspelz an eine Söldnerin und erhält eine beachtliche Summe Geld. Das scheint die Familie glücklicher zu machen. Doch dieser kleine familiäre Frieden wird (wortwörtlich) zerschlagen, als ein großes Biest… nunja, die Türe zerschlägt. Es stellt sich heraus, dass der Wolf, gar kein Wolf war, sondern Fae. Das Biest ist nun gekommen, um den Preis für den brutalen Mord einzufordern.
Da Feyre für den Tod verantwortlich ist, verlangt dass Biest das sie die Schuld begleicht, so wie es der Vertrag zwischen den Fae und den Menschen besagt. Doch das Biest zeigt sich großzügig. Anstatt sie zu töten, bietet es an Feyre mitzunehmen, so dass sie den Rest ihres Lebens im Reich der Fae verbringt. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ihre Familie währenddessen natürlich nicht ansatzweise versucht ihr zu helfen. Also nimmt Feyre den Deal an, um ihre Familie zu beschützen. Typischer People Pleaser. Okay gut – technisch gesehen rettet sie damit auch sich selbst. Aber sind wir ehrlich: das war wahrscheinlich nicht ihre Hauptmotivation.
Und hier beginnt sie nun: unsere ganz persönliche Geschichte so alt wie die Zeit selbst. Oder anders gesagt: Sarah J. Maas’ Version von ‚Die Schöne und das Biest‘.
Zurück im Reich der Fae (aka Prythian) verwandelt sich das Biest in einen wunderschönen, blonden Mann. Naja, zumindest so weit Feyre das sehen kann. Denn er trägt eine goldene Maske. Er bringt sie zurück zu seinem Anwesen, wo Feyre auf einen rothaarigen Mann mit einer Fuchsmaske kennenlernt. Oder, wie ich es sagen würde: mein zukünftiger Ehemann, Lucien. Er ist ein Gesandter für den blonden Mann, aka Tamlin (hab gerade fast Tampon geschrieben. Wie dumm von mir…).
Lucien ist zunächst kein Fan von Feyre. Aber ich denke, man kann fairerweise sagen, dass die meisten von uns nicht sofort Besties mit der Person werden würden, die gerade einen unserer Freunde getötet (und gehäutet) hat. Selbst wenn es in einer Fehlannahme passiert ist.
Feyre bekommt ihr eigenes Zimmer und auch ihre eigene Dienerin. Alis. Und vom Vibe, den sie ausstrahlt, bin ich mir ziemlich sicher, dass Alis die ACOTAR-Version von Madame Potts ist. Und auch, wenn sie deutlich bissiger ist, als ihr Teekannen-Äquivalent, ist sie ein Charakter, den man ins Herz schließt. Sie macht Feyre wieder frisch und gibt ihr neue Kleidung.
Kleine Anmerkung meinerseits: Ich liebe es, wie Feyre ihre alten Klamotten zurückverlangt und Alis nur trocken sagt, dass sie sich nach dem Waschen aufgelöst haben. Schlagfertig. Lieben wir.
Sobald Feyre wieder präsentabel ist, trifft sie Lucien und Tamlin zum Abendessen. Auch wenn sie skeptisch ist. Denn sie ist besorgt, dass das Essen vergiftet oder anderweitig gefährlich für sie sein könnte. Die Männer bestehen jedoch darauf, dass das Essen ungefährlich ist. Da Feyre während des Essens nicht mit ihnen spricht, fasst Lucien sich ein Herz und sagt ihr, dass sie nicht beißen. Also, mich dürfe er ruhig beißen. Würde mich nicht beschweren. Aber das ist eine andere Geschichte.
Tamlin versucht nun mit Feyre zu flirten. Betonung auf versucht. Weil „Dein Haar ist…sauber“ – Aua. Tamlin, geht es dir gut? Das ist selbst beim Lesen unangenehm. Respekt an Lucien, dass er sich bei dieser Nummer nicht so hart gegen die Stirn geschlagen hat, dass er in einer anderen Dimension landet. Ich mein, ganz ehrlich Bookdragons Dieser Mann ist mehrere hundert Jahre alt und DAS ist sein Kompetenzlevel beim Flirten? Das tut doch weh. Und es führt mich zu einer wichtigen Frage: wenn er es noch nicht kann, besteht für uns sterblichen Hoffnung? Mich eingeschlossen. Sind wir alle dazu verdammt, so schlecht zu flirten? Oder ist das ein exklusives Männerproblem? Nein. Wisst ihr was? Für uns alle entscheide ich, dass das ein Tamlin-only-Problem ist.
Feyre ist also super unbeeindruckt und verlässt die beiden um auf ihr Zimmer zu gehen. Ganz ehrlich? Same girl.
Am nächsten Tag wird Feyre von einem Knall wach. Sie hat eine Falle gebaut, die sie alarmieren soll, wenn jemand das Zimmer betritt. Und Alis hat sie ausgelöst. Feyre entschuldigt sich (da die Falle nicht für Alis gedacht war) und Alis beschwert sich, dass das sowieso nichts gebracht hätte.
Und hier muss ich sagen: Da ich selbst ein Mensch bin finde ich es super, dass Feyre zumindest beschlossen hat, nicht kampflos unterzugehen. That’s the spirit. Wie dem auch sei. Feyre zieht sich an und beschließt sich im Haus umzuschauen. Dort trifft sie auf Tampon. Ach verdammt. Ich meinte Tamlin. Sorry, ist mir so rausgerutscht.
Als Tamlin sie fragt, was sie macht, antwortet Feyre nur, dass sie nicht wusste, dass sie unter Hausarrest steht. Seine Antwort? „Natürlich stehst du nicht unter Hausarrest“… NOCH NICHT. Bookdragons, es tut mir leid. Aber ich bin hierfür einfach viel zu voreingenommen. Das musste einfach in die Review. Weil ganz ehrlich, ja, das habe ich genau so laut ausgesprochen, als ich mir zur Vorbereitung das Hörbuch angehört habe.
Die beiden kommen ins Gespräch und Tamlin erzählt ihr, dass eine Seuche über Prythian liegt, die die Mage beeinflusst und zugleich der Grund ist, warum sie alle Masken tragen. Anscheinend existiert sie nun bereits seit 50 Jahren und wird immer schlimmer.
Und das ist alles, was Feyre – und wir Lesenden – fürs erste erfahren.
Tamlin bietet an Feyre eine Tour zu geben. Sie lehnt ab und geht Lucien suchen. Verständlich. Würde ich auch. Obwohl Feyre und ich da sehr unterschiedliche Gründe haben. Sie will Lucien dazu bewegen ihr zu helfen wieder in das Reich der Menschen zurückgeschickt zu werden. Ich? Nun ja… meine Pläne mit Lucien würden nicht unbedingt so viel Gespräch beinhalten.
Feyre findet Lucien und die beiden gehen jagen. Lucien stichelt etwas gegen sie (was ich zugegebenermaßen etwas heiß finde), und Feyre erfährt, wie er sein mechanisches Auge erhalten hat. Er erzählt ihr außerdem von einer Kreatur namens Suriel, welche jegliche Frage beantworten kann.
Die beiden werden jedoch vom Bogge unterbrochen – einer Kreatur, die nur real wird, wenn man sie anerkennt, und die einen dann umbringt. Sie schaffen es jedoch zu fliehen und kehren gemeinsam zum Anwesen zurück.
Über die nächsten Tage lebt sich Feyre ein. Tamlin tötet den Bogge. Und als er verletzt zurückkehrt, hilft Feyre ihn zu verarzten.
Sie will außerdem einen Brief an ihre Familie schreiben, um ihnen zu sagen, dass sie sicher ist. Das einzige Problem: Feyre kann weder lesen noch schreiben. Sie versucht selbst es sich beizubringen, hat aber große Schwierigkeiten.
Tamlin lernt von ihrem Geheimnis, als er eine Liste mit zusammenhangslosen Wörtern findet, die Feyre abgeschrieben hat. Und anstatt sich über sie lustig zu machen, bietet er ihr an, den Brief für sie zu schreiben. Doch sie lehnt ab.
Wir lernen auch, dass Tamlin… Stimmungsschwankungen hat. Und ein ernstzunehmendes Problem mit Aggressionsbewältigung. Ganz ehrlich, dieser Mann braucht dringend Therapie.
Feyre findet irgendwann heraus, dass sie sich im Frühlingshof befindet und beginnt sich zu fragen, wer der High Lord sein könnte. Ach ja, die süße Unwissenheit.
Da sie aber noch viele andere Antworten sucht, fragt sie Lucien, wie die den Suriel einfangen kann. Ihr Plan geht auf und der Suriel spillt den Tea. Tamlin ist der High Lord.
… offensichtlich.
Der Suriel sagt ihr außerdem, dass sie beim High Lord bleiben soll, und erklärt ihr die Geschichte von Prythian und Hybern. Doch bevor Feyre mehr lernen kann, werden die beiden von den Naga unterbrochen.
Feyre befreit den Suriel, damit er fliehen kann und wird dann von Tamlin gerettet.
Beim Abendessen, erzählt sie Tamlin und Lucien, was passiert ist, und – überraschenderweise – bleibt Tamlin ausnahmsweise mal gelassen. Während des Gesprächs fragt Feyre Tamlin, ob er im Krieg für die Menschen gekämpft hat. Er sagt ihr, dass er damals noch zu jung war, aber er es getan hätte wenn er älter gewesen wäre.
Zitat: „Ich hätte Sklaverei und Tyrannei bekämpft und wäre stolz in den Tod gegangen, egal, wessen Freiheit ich verteidigt hätte”
Schöne Einstellung. Ich wünschte mir nur, dass er sich im zweiten Teil daran erinnern würde…
Feyre lebt sich immer mehr im Frühlingshof ein. Sie bittet Tamlin darum ihr Farben zu besorgen, und Tamlin – begeistert davon, dass sie eine Künstlerin ist – bietet an die Galerie für sie herzurichten.
Als Person, die diese Bücher mehrfach gelesen (und angehört) hat, kann ich nicht anders, als mich zu fragen, ob Tamlin davon träumt, wie Feyre Bilder malt und er neben ihr steht und die Geige spielt. Und auch wenn ich nicht mit der Fantheorie übereinstimme, dass die beiden nicht begabt in ihren Leidenschaften sind, muss ich zugeben, dass die Vorstellung, wie Feyre Strichmännchen malt, während Tamlin schief Geige spielt, mich wirklich zum Lachen bringt.
Eines Nachts wacht Feyre zu Schreien auf. Als sie ihnen folgt, findet sie einen stark verletzten Fae. Seine Flügel wurden abgeschnitten. Lucien sieht ihn, übergibt sich und rennt weg. Feyre versucht jedoch zu helfen. Doch für den Fae kommt bereits jede Hilfe zu spät. Trotzdem hält Feyre seine Hand, bis er seinen letzten Atemzug genommen hat.
Am nächsten Tag macht unser Trio einen Ausflug zum Teich des Sternenlichts. Die Stimmung ist trotz den Vorfällen der Nacht locker und befreit. Feyre erwähnt, dass der Suriel ihr erzählt hat, dass Tamlin der High Lord des Frühlingshofes ist.
Und ich weiß nicht, wieso ich es vergessen habe, aber sie macht sogar einen ziemlich soliden Witz:
„Nun, er hat mir zum Beispiel erzählt, dass du es gernhast, wenn man dich bürstet, und dass ich dich mit Leckerchen abrichten kann, wenn ich es klug anstelle.“
Ich finde zwar, dass Tamlins sehr enthusiastisches Lachen ein bisschen zu viel für diesen Witz ist, aber ich gebe zu das er mich zum Schmunzeln gebracht hat.
Tamlin und Feyre verbringen ein wenig Zeit zu zweit. Als Feyre Tamlin fragt, ob Lucien okay ist erzählt er ihr über dessen Vergangenheit und davon wie seine Geliebte brutal ermordet wurde. Was sein PTBS völlig nachvollziehbar macht.
Ich wünsche ich könnte Lucien kurz umarmen. Ich glaube, das könnte er gut gebrauchen. Aber anscheinend interessiert sich in diesem Buch niemand dafür, wie es ihm emotional eigentlich geht. Frech.
Und noch eine Sache die ich vergessen hatte – oder wohl besser verdrängt – ist, dass Tamlin schnurrt wenn Feyre ihm durch die Haare streicht. Schnurren. Wie eine Katze. Das ist schon wirklich unangenehm und komisch.
Feyre, mein Herz – wie kannst du diesen Mann wählen, wenn Lucien gleich neben dir steht?
Ich mein, hat sie nie darüber nachgedacht, dass wenn er schon schnurrt, wenn man ihm nur durch die Haare fährt, es auch zu anderen Geräuschen kommen kann? Ich bin mir nicht sicher, ob das für mich persönlich anturnend wäre. Aber hey, wenn es für sie funktioniert.
Nach einem Spaziergang im Wald, mit Tamlin erscheint plötzlich zum ersten Mal der Attor. Feyre kann ihn jedoch nicht sehen und kann sich auch keinem Reim aus seiner Konversation mit Tamlin und Lucien machen.
Und nun, meine lieben Bookdragons, kommen wir zu einem sehr wichtigen Teil des Buches: Calanmai. Auch bekannt als Feuernacht. Auch wenn ich persönlich beide Namen nicht passend finde. Und ich finde auch, dass das ein ziemlich…komisches Fest ist. Denn sind wir ehrlich, im Prinzip ist es nichts anderes als eine große, öffentliche Orgie. Nicht, dass daran irgendetwas falsch wäre. Ich find’s halt nur komisch, dass es als große und super wichtige Zeremonie gilt, wenn Tamlin völlig animalisch wird und mit jemandem schläft. Ich mein, Lucien sagt später sogar, dass die anderen Bewohner*innen des Frühlingshofes auch mitmachen. Also wahrscheinlich nicht mit Tamlin und der Person, mit der er Sex hat, oder? Obwohl. Doch, fällt in den Rahmen des Möglichen, also vergesst diesen Gedankengang.
Offensichtlich ist dieses Kapitel aber nicht nur wegen Calanmai wichtig. Nein. Es ist das Kapitel in dem Feyre eine ganz besondere Person kennenlernt. Ich zitiere: „Vor mir stand der schönste Mann, den ich je gesehen hatte“. Und ja, ich quietsche.
Ich möchte auch noch kurz erwähnen, dass ich es so feiern würde, wenn es eine Version geben würde, in der Tamlin über genau diesen Gedanken bescheid wissen würde. Das fänd ich wirklich nur zu lustig.
Naja. Auch wenn es unnötig ist: Spoilerwarnung: Der wunderschöne, dunkelhaarige Mann ist Rhysand. High Lord des Hofs der Nacht.
Und ja, ich weiß, dass Feyre das noch nicht weiß. Aber wir erfahrenen Lesenden schon. Und ich finde es trifft einfach jedes Mal ins schwarze. Insbesondere seine ersten Worte an sie: „Da bist du ja. Ich habe dich gesucht“. Da schlägt sofort das Herz höher. (Ihr wisst genau warum).
Rhys rettet Feyre vor einigen unangenehmen Fae – bei denen es sich offensichtlich um Männer handelt. Wie schockierend. Sie wechseln ein paar Worte miteinander und dann verschwindet er wieder.
Doch dann sieht Lucien Feyre und er ist außer sich. Ohne große Worte wirft er sie über seine Schulter (ja, ich bin eifersüchtig) und bringt sie zurück zum Haus. Dort erklärt er ihr „die Zeremonie“, und dass wenn Tamlin sie gesehen hätte, er sie ausgewählt hätte. Er sagt ihr auch, dass das dann allerdings keine liebevolle Vereinigung gewesen wäre. Zwei Gedanken dazu:
Erstens: Bestätigt nur meine Gedanken zu Calanmai.
Zweitens: Mutig von Lucien davon auszugehen, dass Feyre das nicht gefallen hätte. Vielleicht ist das genau ihr Ding. Vielleicht ist sie eine große Verfechterin für BDSM. Vielleicht mag sie es ja auch, wenn es härter zugeht. Aber hey, er hat es lieb gemeint, also lass ich es durchgehen.
Doch auch die guten Intentionen helfen nicht. Am Ende der Nacht, findet Tamlin Feyre im Haus. Nein, sie schlafen nicht miteinander. Aber sie flirten. Und Tamlin beißt sie. Und selbstverständlich, ist das ein Thema das am nächsten Tag angesprochen wird. Auch wenn Lucien und Tamlin darin kein Problem sehen, da sie Feyre schließlich gewarnt haben sich von dem Fest und Tamlin fernzuhalten. Daraufhin ist Feyre jedoch ziemlich sauer und beginnt Karikaturen der beiden zu malen.
An all die Menschen dort draußen die Fanarts kreieren: wenn ihr davon Zeichnungen habt, sendet sie mir liebend gerne zu.
Tamlin und Feyre flirten nun immer mehr miteinander. Er entfernt sogar die Illusion die über ihr liegt, so dass sie Prythian endlich in all seiner Schönheit sehen kann. Dadurch lernt sie auch, dass sie durch die Illusion nicht alle Fae gesehen hat, die sich seit ihrer Ankunft im Frühlingshof aufgehalten haben. Das ist ihr unangenehm. Und ich sag’s euch ehrlich: wäre es mir auch. Kennt ihr diese peinlichen Erinnerungen, die immer wieder aus dem Nichts in eurem Gehirn auftauchen? Wäre ich Feyre, wäre das eine dieser Erinnerungen, die mich bis an mein Lebensende verfolgen würden.
Die nächste Feier steht an. Sommersonnenwende. Oder auch: Tamlins fröhliche Geigenparty. Denn ja, er spielt an diesem Tag die Geige. Und Feyre die etwas betrunken ist – auch wenn sie es nicht zugibt – tanzt mit ihm. Und an diesem Abend küssen die beiden sich zum ersten Mal. Ich glaube an dieser Stelle bin ich verpflichtet „yay“ zu sagen.
Am nächsten Tag kippt jedoch die gute Stimmung. Wir lernen, dass „die Seuche“ ein Dutzend Kinder des Winterhofes getötet hat.
Doch damit nicht genug. Kurz nachdem unser Trio diese tragische Information erhalten hat, taucht Rhysand auf. Er erfährt von Feyres Aufenthalt im Frühlingshof und ist extrem sauer, dass Tamlin und Lucien versucht haben, sie vor ihm zu verstecken. Feyre ist zu diesem Zeitpunkt so angewiedert von Rhysand, dass sie sogar sagt dass sie ihn nicht mal in 100 Jahren malen würde (Reden wir später nochmal drüber, Feyre, Love). Sie lernt auch, dass Rhys Gedanken lesen und sie manipulieren kann. Als er sie also nach ihrem Namen fragt, gibt sie ihm einen falschen – Clare Beddor.
Nach diesem Besuch rastet Tamlin völlig aus. Er zerstört das komplette Esszimmer, in seiner Wut. Womit wir wieder beim Thema Aggressionsbewältigungsprobleme wären. Er beschließt dann auch, dass Feyre zurück in das Reich der Menschen muss. Aber – und das muss ich groß hervorheben – natürlich schläft er vorher noch mit ihr. Obwohl er weiß, dass er sie am nächsten Tag wegschicken wird. Sehr romantisch.
Feyre scheint das jedoch nicht zu stören. Lucien versucht Tamlin um mehr Zeit zu bitten, doch dieser bleibt bei seinem Standpunkt und schickt Feyre zurück.
Den nächsten Teil können wir schnell zusammenfassen:
Feyre ist zurück bei ihrer Familie. Diese ist wieder superreich – dank Tamlin. Alle glauben, dass Feyre sich um eine kranke Tante gekümmert hat. Nesta ist jedoch skeptisch. Und nicht nur das. Sie hat sogar versucht Feyre zu folgen, aber konnte sie nicht finden. Denn Tamlins Illusion hat bei ihr nicht funktioniert. Wir lernen auch, dass das Haus der Beddors – inklusive den Beddors selbst – abgebrannt wurde. Feyre vermutet, dass das im Zusammenhang mit der Seuche steht. Sie schafft es auch die Illusion über ihrer restlichen Familie zu brechen und beschließt nach Prythian zurückzukehren.
Dort angekommen findet sie das Anwesen völlig zerstört wieder. Die einzige verbleibende Person: Alis. Sie erzählt Feyre nun endlich die wahre Geschichte. Was „die Seuche“ wirklich ist, wer Amarantha ist und wie es zu all dem kam. Tamlin und sein gesamter Hof wurde Unter den Berg gebracht, denn die Zeit Amarathas Fluch zu brechen, ist abgelaufen. Alis ist wütend, dass Feyre Tamlin nicht einfach gesagt hat, dass sie ihn liebt. Und auch wenn ich verstehe, warum Alis frustriert ist, finde ich es etwas unangebracht. Feyre wusste schließlich nichts von dem Fluch. Und etwas so großes wie Liebe überstürzen? Sowas endet nie gut. Trotz all den Dingen, die Feyre nun weiß, gibt es eine Sache die Alis noch immer nicht sagen kann. Ein wichtiges Detail. Was bedeutet, dass Amarantha es noch immer geheim halten will.
Feyre – geblendet von ihrer rosa-roten Brille – beschließt Unter den Berg zu gehen, um Tamlin zu retten. Ich glaube ich muss nicht erwähnen, dass der Schuss nach hinten losgeht. Der Attor findet sie und bringt sie zu Amarantha. Diese macht sich über sie lustig. Wir lernen, dass Clare Beddor auch Unter den Berg gebracht und zu Tode gefoltert wurde. Ihre Leiche hängt noch immer an der Wand.
Tamlin ignoriert Feyre. Was für ein Held. Doch trotzdem ist sie fest entschlossen, ihn zu befreien. Also verhandelt sie mit Amarantha und stimmt zu drei Prüfungen zu bestreiten. Gewinnt sie diese werden Tamlin und sein Hof freigelassen. Oder – sofortige Freilassung – wenn Feyre Amaranthas Rätsel löst. Nachdem Feyre zugestimmt hat, wird sie vom Attor und Amaranthas Handlangern bewusstlos geschlagen.
Feyre wacht in einer Zelle auf. Schwer verletzt und mit einer gebrochenen Nase. Und genau an dieser Stelle beweist Lucien, warum er die bessere Wahl ist. Denn trotz der Gefahr, schleicht er sich in die Zelle um Feyre zu heilen. Das, meine lieben Bookdragons, ist wirkliche Loyalität. Und ich will hier jetzt nicht hören „Aber Tamlin konnte nicht kommen. Er wurde beobachtet“. Bullshit. Denn ich bin zu 100% davon überzeugt, dass
a) Lucien trotzdem einen Weg gefunden hätte zu helfen, wenn er in Tamlins Schuhen wäre und
b) SPOILER: Rhys hätte sie niemals so leiden lassen – und ihr wisst, dass ich Recht habe.
Feyres erste Prüfung steht an. Sie muss einen Middengard Wyrm umbringen. Kein Thema, oder? Selbstverständlich haben sich alle Fae Unter dem Berg versammelt, um diesem Spektakel beizuwohnen. Und auch um Wetten auf Feyres Leben abzuschließen. Unsterbliche und ihre Vorstellung von Spaß.
Während der Prüfung stellt Feyre fest, dass der Wyrm blind ist und nur anhand seines Geruchssinns jagt. Also bedeckt sie sich mit Schlamm, um ihren Duft zu überdecken. Da muss man sagen, wahnsinnig schnelles und schlaues Denken unter Druck. Sie schafft es eine Falle zu bauen und den Wyrm zu ihr zu locken. Und auch hier ist Lucien wieder der Einzige mit einem intakten Moralkompass. Denn während alle anderen nur zuschauen, geht er tatsächlich ein Risiko ein und schreit Feyre zu aus welcher Richtung der Wyrm kommt. Und rettet somit ihr Leben.
Feyre schafft es den Wyrm in die Falle zu locken und zu töten. Und um noch die Kirsche auf die Sahnehaube zu packen, schmeißt sie anschließend einen Knochen nach Amarantha. Kleine, aber befriedigende Geste.
Feyre: Eins.
Amarantha: Null.
Aber da hört dann auch schon Feyres guter Track Record auf.
Zurück in ihrer Zelle wird ihr klar, wie schlimm sie sich während der Prüfung verletzt hat. Und dieses Mal kommt Lucien nicht, um sie zu heilen. Aber macht euch keine Sorge. Hilfe ist auf dem Weg. Auftritt: Der schönste Mann den Feyre je gesehen hat. Rhysand. Er erklärt ihr, dass Lucien nicht kommen wird, da er dafür bestraft wurde, dass er ihr geholfen hat. Rhys – und Feyre – realisieren, dass sie im Sterben liegt. Also bietet er ihr einen Deal an: Zwei Wochen jeden Monat bei ihm am Hof im Austausch dafür, dass er sie heilt. Feyre will diese Hilfe nicht. Doch sie stellt schnell fest, dass sie keine andere Wahl hat. Und trotzdem hat sie noch den Mut zu verhandeln, und bekommt den Deal auf eine Woche im Monat.
Rhys heilt sie und dank des Deals hat Feyre nun auch ein fesches, neues Tattoo. Findet sie allerdings nicht so cool. Und da muss ich sagen, unterscheiden wir uns. Wenn ich ein kostenloses, gutaussehendes Tattoo bekommen würde, wäre ich übel happy. Aber gut. Immerhin weiß ich, dass ihr das noch ans Herz wachsen wird.
Danach wandelt sich die Geschichte kurz von Schöne und das Biest zu Aschenputtel. Feyre wird gezwungen eine Reihe, unmögliche Hausarbeiten zu machen. Zum Beispiel den Boden mit dreckigem Wasser putzen oder Linsen aus Rhys Kamin zu fischen. Beide Male wird ihr geholfen. Die Lady des Hofs vom Herbst macht mit Magie das Wasser wieder sauber und Rhys lässt die Linsen verschwinden. Er manipuliert auch noch die Gedanken von Amaranthas Handlangern und befiehlt ihnen, Feyre keine unnötigen Aufgaben mehr zu geben. Seht ihr. Zwei weitere Leute, die Feyre helfen. Nicht so wie Tamp… Tamlin.
Während Feyre auf ihre zweite Prüfung wartet, beginnt Rhys sie mit zu Feiern unter dem Berg zu nehmen. Sie trägt fast nichts, ist mit Farbe bemalt (damit Rhys und Amarantha sehen können wenn sie jemand – Tamlin – anfasst) und betrinkt sich jede Nacht mit Fae Wein.
Dann kommt die zweite Prüfung. Oder, wie ich es nenne, der Moment in dem Tamlin gedacht hat „Wir sind im Arsch“. Und da muss man ehrlich sagen, stimmt.
Denn Feyre muss ein Rätsel lösen, dass an der Wand geschrieben steht und anschließenden den richtigen von drei Hebeln als Antwort ziehen. Klitzekleines Problem. Unsere Maus kann nicht lesen. Ich finde es also eine faire Annahme, dass Tamlin sich an dieser Stelle in die Hose gemacht hat. Außerdem: mein armer Lucien. Er ist mit ihr gefangen. Der muss da doch auch sitzen und sich denken „Warum zur Hölle, zieht sie nicht endlich den Hebel???“. Sorry love.
Wenn Feyre beschließt zu improvisieren und einfach Hebel Nr. zwei zu ziehen, weil das eine Glückszahl ist (so wie sie und Tamlin) – Gott, steh ihr bei – bemerkt auch Rhys das etwas nicht stimmt. Er sorgt dafür, dass ihre Hand brennt und sie einen anderen Hebel wählt. Dank Rhys, besteht sie also auch ihre zweite Prüfung.
Feyre ist am Boden zerstört, dass ihr Analphabetismus sie fast alles gekostet hätte. Rhys bricht jedoch in ihre Gedanken und sagt ihr, dass sie sich vor Amarantha zusammenreißen muss. Was sie schafft. Doch als sie dann wieder in ihrer Zelle ist, bricht sie komplett zusammen.
Rhys kommt sie eine Weile später besuchen und findet sie noch immer weinend am Boden. Um sie zu stoppen, beginnt er ihre Tränen vom Gesicht zu lecken. Sehr komisch, aber sehr effektiv. Und ehrlich, ich hätte da auch aufgehört zu weinen – einfach aus purer Verwirrung.
Während der nächsten Tage oder Wochen (wir kennen den genauen Zeitraum nicht) beginnt Feyre ihren Lebenswillen zu verlieren. Doch dann, eines Nachts, ändert sich etwas. Sie hört Musik. Wunderschön, entfernt und fast schon surreal. Während sich die Musik aufbaut, hat sie eine lebhafte Halluzination von einer wunderschönen Landschaft, einem weiten, offenen Himmel und einem prächtigen Palast. Und irgendwie reicht das aus, um sie davor zu bewahren, völlig zusammenzubrechen.
Die Feiern unter dem Berg gehen weiter. Eines Abends scheint sich endlich eine Gelegenheit zu bieten. Tamlin schafft es Feyres Blick einzufangen und zeigt ihr subtil, dass sie ihm folgen soll. Sie schaffen es in einen leeren Raum. Und nun mag man vielleicht denken, dass Tamlin diese Chance nutzt um ihr seinen großartig durchdachten Fluchtplan vorzustellen, oder zumindest um sie zu Fragen wie es ihr geht. Aber nein. Er nutzt diese kostbare Zeit um mit ihr rumzumachen. Ich bin so angeekelt von diesem Verhalten, dass ich nicht Mal die Worte finde, das zu beschreiben. Und ja, ich bin voreingenommen, weil ich weiß was noch passiert. Aber ich erinnere mich, dass ich schon beim ersten Lesen von dem Buch von dieser Szene super enttäuscht war.
Die beiden werden von Rhys erwischt. Zum Glück. Tamlin geht einfach und als Rhys hört, dass Amarantha kommt, küsst er Feyre. Sie ist davon angewiedert – was ich verstehe (auch wenn ich wette, dass der Kuss besser war, als der von Tamlin. Aber das bin nur ich). Und ja, ich will eins deutlich machen: dieser Kuss war nicht einvernehmlich, und das ist absolut nicht okay! Trotzdem – und das ist wichtig – war es eine schnelle Reaktion, um Tamlins Ausrutscher zu vertuschen und eine Erklärung dafür zu haben, warum Feyres Schminke verschmiert ist.
Am nächsten Tag kommt es dann endlich zu Feyres letzter Prüfung. Sie ist in Amaranthas Thronsaal. Amarantha sitzt auf dem Thron, Tamlin neben ihr. Feyres letzte Aufgabe: sie muss drei Fae töten. Unangefochten die härteste Prüfung. Es ist abscheulich. Denn hier geht es nicht mehr ums Überleben, sondern um Moral. Opferst du drei Leben, um alle anderen zu retten? Oder weigerst du dich, und stürzt damit alle in den Abgrund? Eine Wahl die ich hoffentlich nie in meinem Leben treffen muss.
Feyre muss es jedoch und entscheidet sich es durchzuziehen. Es ist schrecklich.
An dieser Stelle muss ich jedoch einen Moment nehmen, und über die Frau sprechen, die Feyre töten muss. Zu wissen, dass du dem Tod in die Augen schaust und trotzdem die Person, die dir dein Leben nehmen wird, zu ermutigen es zu tun. Zum Allgemeinwohl. Das ist eine ganz andere Stärke von Empathie. Die Frau hat keinen Namen, aber ich werde sie nicht vergessen.
Doch es wäre ja nicht Amarantha, wenn es nicht noch einen Twist geben würde. Die letzte Person, die Feyre töten muss, ist Tamlin. Der Tamlin auf dem Thron war bloß eine Illusion. Und dieser Moment bricht Feyre fast. Aber nur fast. Sie erinnert sich, dass es eine Sache gab, die Alis ihr nicht erzählen konnte. Etwas Wichtiges. Feyre geht durch alle Konversationen, die sie hatte, und plötzlich macht es Klick. Tamlin hat ein Herz aus Stein. Wortwörtlich. Also nimmt Feyre all ihren Mut zusammen, und rammt ihm das Messer in die Brust. Und – sie hatte Recht.
Amarantha ist von dieser Entwicklung nicht angetan. Wenn die Fae verlangen freigelassen zu werden, da Feyre gewonnen hat, sagt sie einfach, dass sie nie spezifiziert hat wann das passieren würde. Die sofortige Befreiung, hat sich schließlich nur darauf bezogen, dass Feyre ihr Rätsel löst. Was sie nicht getan hat. Anstatt also ihr Versprechen einzuhalten, beginnt Amarantha Feyre zu verprügeln. Keiner hilft ihr. Keiner – außer Rhys. Er versucht Amarantha zu töten, jedoch ohne Erfolg. Tamlin ist zu diesem Zeitpunkt scheinbar noch zu schwach, um zu helfen.
In einem letzten Versuch, ihn zu retten, schafft es Feyre – im Sterben liegend – Amaranthas Rätsel zu lösen. Und damit ist Tamlin befreit. Seine Kräfte kehren zurück und er tötet Amarantha.
Feyre jedoch ist tot.
Sie sieht sich nur noch durch die Augen von Rhys. Tamlin weinend, über ihrem leblosen Körper.
Und dann ist etwas passiert, was mich wirklich überrascht hat – denn ich hatte es komplett vergessen.
Beron – High Lord des Herbsthofes – ist der Erste der vortritt und ein Stück seines Lichts, bzw. seiner Macht, anbietet, um Feyre wiederzubeleben. Fucking Beron. Sorry, aber wo kommt das denn her? Ist ja schon komisch genug, dass er mitmacht ohne sich aufzuregen. Aber dass er der Erste ist, der das anbietet, fühlt sich (mit all den Infos die ich mittlerweile über ihn habe) einfach komisch an.
Naja. Die anderen High Lords ziehen nach und beleben somit Feyre wieder und machen sie zugleich selbst zur Fae.
Die folgenden Tage werden noch unter dem Berg verbracht, obwohl nun alle frei sind. Es gibt Aufräumarbeiten, Umstrukturierungen und die Folgen von Amaranthas Herrschaft.
Feyre und Tamlin teilen sich einen Raum. Und Anstatt darüber zu reden, was passiert ist, lassen sie ihre Traumata beim Sex raus. Ich will das nicht verurteilen – jeder geht anders mit Trauma um.
Feyre und Rhys teilen auch eine Verabschiedung miteinander. Doch bevor er geht, sieht Feyre wie sich seine Augen in einer Art Panik weiten. Denn ihm wird plötzlich etwas klar. Ich quietsche. Aber ich belasse es dabei.
Das Buch endet damit, wie Tamlin, Feyre und Lucien zurück zum Frühlingshof gehen, wo sie von Alis und ihren im Gras spielenden und lachenden Neffen, begrüßt werden.
Nun Bookdragons, das wars. Wir haben es durch den ersten Teil geschafft. Nun zum Rating. Wie eingangs erwähnt, bin ich absolut besessen von dieser Buchreihe. Deswegen bin ich versucht diesem Buch 5 Sterne zu geben – auch wenn ich weiß, dass such manche Dinge ändern werden. Einfach, weil ich noch weiß wie viel Spaß mir damals schon dieser erste Teil bereitet hat. Und es ist auch immer noch ein tolles Buch. Doch weil ich weiß, dass die späteren Bücher für mich nochmal ein ganz anderes Level erreichen, gehe ich runter auf 4,5 Sterne. Tut mir leid. Aber wir brauchen einfach noch etwas Luft nach oben.
Eine Sache möchte ich zum Ende noch gerne sagen:
Wenn ihr – wie ich – die Reihe bereits kennt, weiß ich dass ihr zu einem Charakter VIEL zu sagen habt. Ich bitte euch trotzdem zu berücksichtigen, dass der Kommentarbereich auch für Menschen ist, die neu hier sind. Deshalb wäre es schön, wenn ihr es Spoiler-frei angehen könntet und euer Chaos und eure Wut in der Kommentarsektion von Buch 2 auslasst. Dankeschön.
"Ich hätte Sklaverei und Tyrannei bekämpft und wäre stolz in den Tod gegangen, egal, wessen Freiheit ich verteidigt hätte."
Tamlin
"Da bist du ja. Ich habe dich gesucht."
Rhysand
Du möchtest auch ein Teil unserer Community werden und teilhaben an unseren Gesprächen?
Dann registriere dich hier kostenlos!
There are no results matching your search
There are no results matching your search