„Dieses Buch enthält potenziell sensible Themen, die bei manchen Lesenden starke emotionale Reaktionen auslösen können. Der Schutz und das Wohlbefinden unserer Leser*innen liegen uns am Herzen. “
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Nachdem ihre göttliche Herkunft offenbart wurde, findet sich Freya erneut gegen ihren Willen gefangen wieder. Von Bjorn – dem Mann, den sie liebt – betrogen, wird sie in das Reich ihres Feindes gebracht. Obwohl sie seit ihrer Kindheit weiß, dass Nordeland nur Schmerz und Unglück bereithält, scheint es nun der einzige Ort zu sein, der die Antworten bereithält, nach denen Freya verzweifelt sucht.
Im verzweifelten Versuch, ihrem Schicksal und dem Blick der Götter zu entfliehen, ist Freya gezwungen, erneut mit Bjorn zusammenzuarbeiten. Er soll sie zu der Seherin bringen, die einst ihre Zukunft prophezeit hat. Ihre Welt liegt in Trümmern, und wenn sie ihr Volk beschützen will, bleibt Freya keine andere Wahl, als an der Seite von König Harald in einem Krieg zu kämpfen, den sie nie wollte.
Doch während Blut fließt und Bündnisse zerbrechen, steigen neue Fragen aus der Asche empor: Wer ist Freund und wer ist Feind? Kann Freya Bjorn jemals wieder ihr Herz anvertrauen? Und kann sie sich von den Ketten ihrer Prophezeiung lösen – oder wird sie selbst zu dem Untergang, den die Götter vorhergesagt haben?
Professionelle Büchersammlerin und Teilzeit verantwortungsvolle Erwachsene
Nun, meine lieben Bookdragons – da sind wir wieder. Da ihr euren Weg hierher gefunden habt, gehe ich davon aus, dass ihr meine Review zu A Fate Inked in Blood – aka „Melon Gate“ gelesen habt. Ihr habt also wahrscheinlich schon ein Gefühl, was euch hier erwartet. Also *Finger strecken und Nacken dehnen* lasst uns loslegen.
Wie ihr wisst, endete das letzte Buch damit, dass Bjorn Freya betrogen und heimlich mit König Harald zusammengearbeitet hat. Freya wurde gefangen genommen und wird nun wortwörtlich nach Nordeland verschifft. Der zweite Teil setzt genau bei dieser Reise an.
Freya ist ziemlich wütend. Und tbh? Völlig zurecht. Niemand wird gerne betrogen – und erst recht nicht von der Person, die man liebt. Und genau das bleibt für eine ganze Weile der emotionale Ausgangspunkt: eine lange Reise voller abfälliger Bemerkungen, verletzter Gefühle und Bjorns verzweifelter Versuche, sich wieder bei Freya beliebt zu machen.
Sie kommen in Nordeland an und ich möchte euch an dieser Stelle kurz raten lassen, was passiert. Denkt zurück an Teil eins. Was ist gefühlt alle zwei Seiten passiert und war selten wirklich gut umgesetzt? Richtig: Kämpfe.
Also natürlich wird direkt wieder eines der Dörfer überfallen. Selbstverständlich kämpfen auch erneut mehrere Kinder der Götter mit. Doch dieses Mal wird recycelt: Wir bekommen wieder ein Kind von Thor und eines von Njord. Letzteres verlagert den Kampf aufs offene Meer und kommandiert kurzerhand ein paar Orcas dazu, Freya und Tora (eine Nordeländerin und anscheinend eine Freundin von Bjorn) zu töten.
Doch keine Sorge – natürlich gewinnen sie. Dieses Mal mithilfe von Freyas Hel-Kräften.
An dieser Stelle sollte ich euch vermutlich nochmal warnen: Wenn ihr das Buch noch nicht beendet habt, wäre jetzt wahrscheinlich der perfekte Zeitpunkt, mit dem Weiterlesen aufzuhören. Ja, das hier ist eine Full-Spoiler-Review – aber ich dachte, ich gebe euch trotzdem nochmal die Chance.
Okay. Ihr seid gewarnt. Wir befinden uns nun im englischen Original auf Seite 44. Und ich möchte euch an dieser Stelle einen meiner Live-Lesegedanken zitieren: „Ich glaube, Harald ist ein Kind von Loki und sehr manipulativ.“ Ich lasse das einfach mal so stehen.
Nun gut – weiter geht’s.
Die Geschichte führt uns schließlich zu König Haralds Schloss. Oder Halle. Oder Festung. Ganz ehrlich? Ich kann mich nicht genau erinnern. Was mal wieder Bände über das Worldbuilding dieser Reihe spricht. Und mit dieser Ankunft kehren wir auch direkt zu einem Problem zurück, das ich bereits in Teil eins angesprochen habe: Zu viele Charaktere werden viel zu schnell und viel zu oberflächlich eingeführt.
Wir lernen einen von Bjorns engsten Freunden kennen – einen Charakter, der offensichtlich als sein loyaler bester Freund etabliert werden soll – und ich könnte euch beim besten Willen nicht mal sagen, wie er heißt. Nicht, weil ich nicht aufgepasst hätte, sondern weil er insgesamt vielleicht drei Mal auftaucht und ungefähr die emotionale Tiefe eines dekorativen Schildes an der Wand besitzt.
Und auch das ist wieder so eine verpasste Chance.
Das hätte fantastisch zur Charakterentwicklung beitragen können. Im ersten Band haben wir Bjorn größtenteils als einsamen Wolf erlebt. Ihn im Umgang mit echten Freunden zu sehen, hätte ihm zusätzliche Dimensionen verliehen und uns zeigen können, wer er unabhängig von Freya, Krieg und Verrat eigentlich ist.
Stattdessen wird uns erneut nur die Idee von Charaktertiefe präsentiert – und wir sollen uns den Rest selbst zusammenreimen.
Das ist keine akkurate Charakterentwicklung. Das sind Hausaufgaben.
Leider scheint es so, als hätte der zweite Teil aus den Schwächen des ersten nichts gelernt. Wenn überhaupt, wirkt das Tempo sogar noch gehetzter. Anstatt uns Zeit zu geben, Nordeland und seine Menschen kennenzulernen, verlässt Freya noch am selben Abend die Stadt auf der Suche nach der Seherin.
Oder, anders gesagt: Bjorns Mutter.
Ja – die Mutter, von der uns im ersten Teil erzählt wurde, sie sei tot. Eine weitere Lüge, die Bjorns beeindruckendem Sammelalbum hinzugefügt werden kann.
Auf dem Weg dorthin versucht die Geschichte erneut, ein bisschen nordische Mythologie einzustreuen – dieses Mal in Form einer Huldra, die versucht, Bjorn zu verführen. Ganz ehrlich? Das fühlte sich ziemlich unnötig an.
Warum also jetzt plötzlich eine mythologische Kreatur einführen, nur um minimale Abwechslung zu schaffen, wenn sie der Handlung letztlich keinen echten Mehrwert bietet?
Wenn wir uns ohnehin nicht an einen präzisen mythologischen Rahmen halten, dann hätte diese Seitenzeit deutlich sinnvoller in Timing, Charakterentwicklung oder vernünftiges Worldbuilding investiert werden können. Die Huldra-Sidestory fügt der Geschichte praktisch nichts hinzu und sorgt stattdessen nur dafür, dass das Buch an Momentum verliert – etwas, das es sich bei seinem ohnehin schon problematischen Tempo eigentlich überhaupt nicht leisten kann.
Und auch hier hört das überstürzte Erzähltempo nicht auf. Selbst bei der Ankunft an Sagas Hütte bekommen wir als Leser*innen keinerlei Zeit zum Durchatmen. Keine Gelegenheit, Saga wirklich kennenzulernen. Kein Raum, um ihre Beziehung zu Bjorn besser zu verstehen. Stattdessen wird sofort überprüft, ob sich Freyas Prophezeiung verändert hat.
Hat sie nicht.
Saga beginnt anschließend auch noch, Bjorns Lügen herunterzuspielen und sie eher als bedauerlich, aber notwendig darzustellen – so, als wäre Freyas Wut überzogen oder schlicht eine emotionale Überreaktion auf komplizierte Umstände.
Ganz ehrlich? Das fand ich echt scheiße.
Vielleicht ist es die Frau in mir, die an solchen Stellen besonders laut wird, aber ich habe extrem wenig Geduld für Narrative, in denen das Fehlverhalten eines Mannes indirekt zur emotionalen Schwäche einer Frau umgedeutet wird. Freya wurde belogen. Mehrfach. Ihr Vertrauen wurde missbraucht. Ihre Wut ist keine Hysterie. Sie ist eine vollkommen logische Konsequenz. Verantwortung sollte nicht verhandelbar sein. Punkt.
Aber gut – zurück zur Geschichte.
Saga lädt Freya ein mit ihr in die Sauna zu gehen. Ich bin ehrlich: Ich hab hier schon das nächste Melon-Gate-Material geschnuppert. Selbstverständlich, habe ich also gegoogelt, ob Wikinger schon Saunen hatten. Und zu Danielle L. Jensens Schutz: Hatten sie. Obwohl es sich historisch gesehen in der Regel um aus Stein erbaute Schwitzhütten handelte und nicht um Holzkonstruktionen, die modernen Wellness-Saunen ähneln. Aber wisst ihr was? Ich bin heute mal großzügig und lass das durchgehen.
Um Freyas Prophezeiung zu verändern, schlagen Saga und Freya schließlich vor, dass Bjorn offiziell die Kontrolle über Freya übernehmen soll. Da Snorris Blutschwur an dessen Blutlinie gebunden ist und Bjorn sein Sohn ist, könnte dies funktionieren und Freya vor Snorris Kontrolle schützen. Bjorn weigert sich jedoch. Er will Freya weder ihrer Freiheit berauben noch sie wie eine Marionette behandeln – insbesondere nicht, während er gleichzeitig versucht, ihr Vertrauen zurückzugewinnen. Und auch wenn ich absolut nachvollziehen kann, warum Freya diese Entscheidung in der gegebenen Situation nicht so nobel findet, muss ich Bjorn hier tatsächlich zugutehalten, dass seine Intentionen zumindest ehrenhaft sind.
Zurück in Haralds Residenz wird selbstverständlich keine Zeit verschwendet, und wir stürzen uns direkt in den nächsten Kampf. (Ich sag’s euch ehrlich: Allein die Tatsache, dass ich inzwischen aktiv versuche zu paraphrasieren, wo genau Harald eigentlich wohnt, bringt mich beim Schreiben selbst zum Schmunzeln.)
Während dieses Kampfes wird Freya gefangen genommen und entführt. Auch an dieser Stelle möchte ich euch gerne wieder meine Live-Notizen zitieren: „Hat Harald das geplant, um einen Grund zu haben, Skaland anzugreifen?“ Macht daraus, was ihr wollt…
Bjorn schafft es aber Freya zu retten btw. Mehr gibt’s dazu nicht wirklich zu sagen.
Selbstverständlich sind sich danach alle einig: Rache muss her, und Snorri muss bekämpft werden.
Freya übernimmt dieses Mal die Planung, in der Hoffnung, einen Weg aus ihrer Prophezeiung zu finden. Auf dem Wasser treffen schließlich beide Seiten aufeinander. Doch Snorri war cleverer und schafft es, sie zu überlisten und den Kampf direkt auf Freyas Schiff zu verlagern.
Um sein Volk zu retten, wirft Bjorn schließlich all seine ursprünglichen moralischen Bedenken über Bord und übernimmt die Kontrolle über Freya. Und ich muss sagen: Er übertreibt direkt maßlos. Er befiehlt ihr, Hels Kräfte einzusetzen und ALLE von Snorris Männern in die Unterwelt zu verbannen. Wirklich. Komplett overkill. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Bjorn zuvor mehrfach betont hat, wie sehr er es hasst, wenn Freya diese Kräfte nutzt, weil sie sie psychisch massiv belasten – und dass er alles tun würde, um genau das zu verhindern.
Tja. Hat wohl nicht funktioniert. Genauso wenig wie konsequente Charakterentwicklung.
Ich bin ehrlich: Ich habe keine Ahnung mehr, wie genau es dazu kommt, aber plötzlich befinden sich alle Hauptcharaktere gemeinsam an einem Strand. Vielleicht ist das Schiff niedergebrannt oder so. Keine Ahnung. Jedenfalls kommt es dort endlich zu einem Kampf, der längst überfällig war: Bjorn vs. Snorri. Bjorn gewinnt und tötet Snorri – während beide sich innerhalb eines magischen Kreises befinden, den Saga gezeichnet hat. Freya, durch den Blutschwur an Snorri gebunden, versucht ihm zu helfen, doch Bjorns Befehl, sich herauszuhalten, hindert sie daran.
Während Snorri stirbt, beginnt Saga plötzlich hysterisch zu lachen. Und zwar nicht so ein kleines, dramatisches Kichern. Nein. Vollkommen psycho. So psycho, dass wirklich alle verstört sind. Und während alle Saga anstarren, wird das große Geheimnis enthüllt:
Saga ist nicht Saga. Saga ist Harald. Ein Kind Lokis.
Ein „wahnsinnig großer Plot Twist“. Wenn ich ihn nicht bereits auf Seite 44 hätte kommen sehen. Ihr erinnert euch, oder?
Gut. Also nochmal kurz zusammengefasst: Saga ist tot. Harald hat alle manipuliert. Scheint wohl so ein Ding bei Lokis Kindern zu sein. Kann ich mit leben. Womit ich allerdings nicht leben kann, ist die Tatsache, dass anscheinend sämtliche Menschen in diesem Buch kollektiv erschreckend dumm sind. Denn was soll das heißen, niemand hat das bemerkt? Harald und seine angeblich so geliebte Frau Saga wurden NIE – und ich betone wirklich NIE – gemeinsam gesehen. Nicht ein einziges Mal. Ernsthaft?
Sie ist angeblich die Liebe seines Lebens. Er beginnt Feindschaften, führt Kriege und riskiert alles, um sie zu „retten“ – und niemandem fällt auf, dass diese Frau und Harald sich nie gleichzeitig an einem Ort befinden? Obwohl sogar Sagas einziger Sohn bei Harald lebt? Ganz ehrlich: Das fühlt sich weniger nach einem clever konstruierten Plot Twist an und deutlich mehr nach kollektiver Inkompetenz.
Weshalb ich euch auch ehrlich sage, dass ich ein bisschen finde, dass das, was später im Buch folgt schon ein bisschen verdient ist. Mit so viel Dummheit im Umlauf.
Harald schafft es Bjorn und Freya in seinem magischen Kreis einzusperren. Er erzählt ihnen nun von all seinen bösen Taten (z.B. dass er für Sagas Tod verantwortlich ist). Und anstatt sie zu töten – was (nennt mich ruhig ein böses Genie) der schlaue weg wäre, wenn man als Bösewicht seine Geheimnisse wahren will – geht Harald einfach.
Mutige Strategie.
Freya und Bjorn versuchen sich aus dem magischen Kreis zu befreien. Und als das nicht funktioniert, beschließen sie die zweitbeste Option zu nutzen: sich versöhnen und Sex am Strand haben.
Klar. Wäre natürlich auch sofort meine Überlebenstaktik gewesen.
Nach einer Weile (alle sind wieder angezogen und präsentabel) taucht nun auch Ylva am Strand auf. Sie erfährt von Snorris Tod und ist zutiefst erschüttert. Irgendwie schaffen die beiden es aber sie auf ihre Seite zu bekommen und Ylva befreit Bjorn aus dem Kreis. Sie will ihn gegen ihren Sohn eintauschen, da sie davon ausgeht dass Harald ihn als nächstes ins Visier nimmt. Freya befreit sie jedoch nicht und lässt sie alleine am Strand zurück.
Freya wird dann von der mysteriösen, brennenden Figur aus Teil eins besucht. Es stellt sich heraus, dass das die echte Saga ist. Tod aber gefangen zwischen den Welten. Saga erklärt Freya, wie sie sich selbst befreien kann: indem sie nach Hel reist. Praktischerweise ist das möglich, weil Hel, wie wir ja wissen, Freyas Mutter ist.
Also reist Freya in die nordische Unterwelt. Dort entdeckt sie, dass sie tatsächlich sämtliche Männer Snorris im Kampf nach Hel verbannt hat.Um in die Welt der Lebenden zurückzukehren und Bjorn zu retten, trifft Freya schließlich eine durchaus drastische Entscheidung: Sie erweckt die Toten wieder zum Leben und zwingt sie, für sie zu kämpfen. Hel findet diese Idee nicht so lustig.
Doch Freya gelingt die Flucht – inklusive frisch rekrutierter Draug-Armee. Unter den Untoten befindet sich auch Geir – Freyas Bruder. Und tbh, an dieser Stelle habe ich ehrlich gesagt langsam meine Geduld verloren.
Erinnern wir uns bitte gemeinsam daran, dass Geir im ersten Buch durchgehend egoistisch, nervig und absolut scheiße war. Mit anderen Worten: ein Arschloch. Selbst Freya konnte ihn irgendwann nicht mehr ertragen. Und jetzt? Alles vergeben. Alles vergessen. Geir scheint nicht einmal ansatzweise verärgert darüber zu sein, dass Freya ihn getötet hat. Passiert halt, oder? Was zur Hölle soll das bitte sein? Das ist keine Entwicklung. Das ist reine erzählerische Bequemlichkeit.
Freya brauchte in Hel offensichtlich einfach jemanden auf ihrer Seite. Also haben Konsistenz und nachvollziehbare Charakterentwicklung erneut still und leise ihre Sachen gepackt und sind davon gesegelt.
Währenddessen, zurück in Skaland: Bjorn und Ylva finden heraus, das Harald sich als Snorri ausgibt. Tora – eine Krigerin in Haralds Sammlung göttlicher Kinder, und eine Freundin von Bjorn – findet diese Entwicklung sehr offensichtlich nicht so gut. Leider, leider ist sie jedoch magisch an Harald gebunden und kann nichts machen,
Wir nähern uns dem „großen Kampf“.
Spoiler: Es gibt keinen.
Daher fasse ich zusammen:
Bjorn wird in eine Zelle gesperrt. Ylva spielt in Haralds Spiel mit, um ihren Sohn zu schützen. Harald will Bjorn exekutieren und so Freya in eine Falle locken. Freya und ihre Draug-Armee fallen auf diese Falle jedoch nicht herein. Steinum, die ursprünglich nicht an Freyas Plan teilhaben wollte, findet ihren Mut und entlarvt Harald öffentlich als ein Kind des Loki.
Harald flieht. Die Menschen wollen Rache.
Freya versucht Bjorn davor zu retten zu verbrennen (denn ihr Plan war es Harald aus der Stadt zu räuchern. Ging aber ein bisschen nach hinten los). Bjorn ist aber nicht mehr gefangen, weswegen Freya beginnt ihn zu suchen. Sie findet ihn. Überraschung: Es ist Harald.
Und wie es natürlich alle Bösewichte so machen, beginnt Harald nun seine Geschichte und seine Pläne zu erzählen. Es stellt sich heraus, Harald ist auch nicht Harald. Wir wissen aber nicht, wer das Kind von Loki eigentlich ist, das wird nicht aufgeklärt. Was wir jedoch lernen, ist dass er – um jemanden perfekt als jemand auszugeben – er diese Person vorher essen muss.
Yup. Fand ich auch ekelig. Eigentlich hätte mich das auch noch mehr anekeln und schockieren müssen. Aber zu diesem Zeitpunkt war ich überwiegend ermüdet von dem Buch, weshalb es mich nicht mehr ganz so hart getroffen hat.
Um Harald – oder was auch immer sein Name ist – zu töten, nimmt Freya ihn mit nach Hel. Ich glaube während des Kampfes ist sie auch gestorben. Aber der Kampf war so schlecht ausgeführt, dass ich mich nicht ganz erinnern kann. Ich weiß nur nach, dass irgendwann alle Götter zugeschaut haben und Odin ihr einen Platz in Valhalla angeboten hat. Aber irgendwie bekommt Freya dann doch noch die Chance sich ins Leben zurückzukämpfen. Ich glaube mit der Hilfe von Hlin. Ihr merkt schon – ich erinnere mich nicht wirklich.
So oder so, überlebt sie. Bjorn freut sich. Und all die Menschen die von Harald verletzt, belogen und betrogen wurden, haben ihre Chance auf Rache verloren. Aber da wir die ja alle eh – wenn überhaupt – nur oberflächlich kennen, hätte es am Ende wahrscheinlich auch keinen Unterschied gemacht.
Ylvas Sohn wird der neue Jarl. Freya und Bjorn legen ihre Waffen nieder und beginnen ein Leben als Farmer. Im Epilog lernen wir jedoch, dass sie es beide heimlich hassen und nicht sehr enttäusche sind, als es einen Konflikt gibt und sie gebeten werden im Kampf zu unterstützen.
Und das wars.
Christus, Odin, Zeus, Buddah, Allah – all ihr Götter dort draußen – ich danke euch! Man war das eine Reise.
Ihr könnt euch wahrscheinlich schon denken, dass das nicht die beste Reihe war, die ich je gelesen habe. Meiner Meinung nach mangelt es dem Buch an Kohärenz – sowohl bei der Charakterentwicklung als auch hinsichtlich der mythologischen Konsistenz und der erzählerischen Auflösung.
Das beiseite: Ich habe nicht jede Sekunde des Buches gehasst. Ich wollte sogar wissen, wie die Reihe endet. Der Schreibstil an sich ist auch nicht schlecht – wie ich in der ersten Review bereits betont habe – und ich glaube wenn man das Buch liest, weil man leichtes Entertainment, anstatt historischer und mythologischer Tiefe, sucht, kann ich absolut verstehen, dass das funktioniert.
Und da ich auch weiß, dass dort draußen Bücher existieren die deutlich schlechter sind, fühle ich mich mit meiner drei Sterne Bewertung auch sehr wohl.
Ja, ich werde es wahrscheinlich nicht nochmal lesen. Aber wenn ihr Spaß an dem Buch hattet, freue ich mich wirklich für euch. Denn wie immer, ist das alles hier eben nur meine Meinung und kein Fakt. We listen. We judge. Aber am Ende finden wir zusammen und vertragen uns.
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